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News-Ticker

 

Gedenktafel für den weltbekannten Sänger Bernhard Bötel in Rehagen feierlich enthüllt

Am Mittwoch, den 9. Juli, wurde in Rehagen eines ganz besonderen Stückes Musikgeschichte gedacht: Am zurzeit durch die Familie Kubina bewohnten Haus in der Chausseestraße 35, das einst dem weltbekannten Tenor Bernhard Bötel als Rückzugsort diente, wurde feierlich eine Gedenktafel eingeweiht. Dieser Rückzugsort liegt mitten im Ort – und hat eine erstaunliche Geschichte.

 

Zur Einweihungsfeier fanden sich zahlreiche Gäste ein, darunter Bürgermeister Herr Krüger, Herr Johannes Ferdinand, Leiter des Dezernates I des Landkreises, sowie Ortsvorsteher Herr Hoffmann, der wie auch Bürgermeister Krüger eine Ansprache hielt. Die musikalische Umrahmung gestaltete die Familie Kubina selbst – ganz im Zeichen der Verbundenheit zur Musik.

 

Ein besonders bewegender Moment war die feierliche Enthüllung der Gedenktafel durch die beiden Enkelinnen des Sängers, Gabriela Königsberg und Petra Folgner. In persönlichen Worten ließen sie einige Einblicke in das Leben ihres berühmten Großvaters zu – auch jenseits der Bühne.

 

Anschließend konnten sich die Anwesenden bei einem liebevoll angerichteten Buffet mit Sekt und selbstgebrautem Bier austauschen. Der festliche Rahmen wurde von allen Beteiligten als rundum gelungen empfunden – ein Tag, der sowohl würdig erinnerte als auch inspirierte.

 

Der Weg zur Geschichte des Hauses

 

In seiner Ansprache schilderte Bürgermeister Krüger eindrücklich, wie das Gebäude seine neue Bestimmung fand. Vor mehr als 25 Jahren erwarb das Ehepaar Johanna und Barnabas Kubina das damals stark sanierungsbedürftige Haus, auf der Suche nach einem Ort für ihre wachsende Familie. Der musikalische Zufall kam erst Jahre später ans Licht, als die Ortschronistin Karin Präger berichtete, dass in dem Haus einst ein berühmter Sänger gewohnt habe.

 

Wie sich herausstellte, war es kein Geringerer als Bernhard Bötel, ein gefeierter Tenor der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – und wie es der Zufall wollte: auch Johanna und Barnabas Kubina sind professionelle Musiker. Barnabas war Solo-Hornist im Deutschen Symphonie Orchester Berlin, Johanna ist Solo-Bratschistin an der Komischen Oper Berlin.

 

Die Suche nach Spuren Bötels führte schließlich zu dessen Enkelinnen – und damit zu weiteren faszinierenden Funden. Unter anderem kehrte sogar ein historisches Klavier, auf dem Bötel selbst gespielt hatte, zurück an seinen ursprünglichen Platz.

 

Ein Tag der Erinnerung – und der Inspiration

 

Die feierliche Enthüllung der Gedenktafel war nicht nur ein Akt der Erinnerung, sondern auch ein Zeichen bürgerschaftlichen Engagements. Sie zeigte, wie Geschichte wiederentdeckt, bewahrt und lebendig gemacht werden kann – durch persönliche Initiative, musikalische Leidenschaft und die Offenheit, Vergangenes neu zu entdecken.

 

Ein herzliches Dankeschön an Familie Kubina, die diesen besonderen Ort nicht nur bewahrt, sondern mit Leben erfüllt. Möge dieses Beispiel auch andere ermutigen, sich auf Spurensuche in der eigenen Nachbarschaft zu begeben.

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