LAG-Förderung: Was wir gemeinsam für unsere Gemeinde bewegen können
Bei der Mitgliederversammlung der LAG gestern, wurde wieder deutlich, wie viel durch Fördermittel und das Engagement vor Ort möglich ist. Gleichzeitig steht das bewährte Fördersystem vor großen Herausforderungen:
Für die Zeit ab 2028 sind auf EU-Ebene Veränderungen geplant, die erhebliche Einschnitte für den ländlichen Raum bedeuten könnten.
Sinkende Förderquoten, höhere Eigenanteile und weniger regionale Entscheidungsmöglichkeiten würden gerade finanzschwächere Kommunen und Vereine treffen.
Wie wichtig diese Förderung ist, zeigt sich auch bei uns in der Gemeinde Am Mellensee. Das größte LAG-Projekt ist das Strandbad Mellensee.
Darüber hinaus wurden zahlreiche Vorhaben unterstützt: der Audioguide im Museum, der Sinnespfad in Kummersdorf-Alexanderdorf, Spielplätze, der Neubau der Turnhalle, Projekte in den Draisinenbahnhöfen und Ferienunterkünfte in mehreren Ortsteilen.
Über die Sonderwettbewerbe können Vereine kleinere Projekte mit bis zu 10.000 Euro Förderung umsetzen. So entstanden unter anderem Rastplätze, Sitzgelegenheiten, Spielgeräte und Ausstattungen für Feuerwehrwettkämpfe sowie unsere Kinder- und Jugendfeuerwehren. Aktuell werden weitere Projekte wie ein Tanzraum, ein Naturlehrpfad, Fahrradstationen und ein Audiosystem umgesetzt.
Entscheidend ist das Engagement unserer Vereine, Initiativen und von Bürgerinnen und Bürger. Viele Ideen entstehen direkt vor Ort und werden von den Akteuren selbst vorangebracht. Mit den passenden Fördermitteln können sie verwirklicht werden, ohne den Gemeindehaushalt zusätzlich zu belasten.
Unser Bürgermeister Tobias Krüger setzt sich intensiv in der LAG für unsere Gemeinde ein. Er bringt förderfähige Themen voran, entwickelt Ideen weiter und begleitet Projekte. Das erfordert Zeit, Ausdauer und viel Engagement – eröffnet unserer Gemeinde aber Möglichkeiten, die wir sonst oft nicht hätten.
Deshalb ist es wichtig, dass das LEADER-Fördersystem auch künftig verlässlich erhalten bleibt.
Es geht um weit mehr als Geld: Es geht um lebendige Dörfer, starke Vereine, Begegnungsorte und die Möglichkeit, unsere Heimat gemeinsam weiterzuentwickeln. Sollte sich die EU-Förderung deutlich verschlechtern, muss auch das Land Brandenburg Verantwortung übernehmen und verlässliche Lösungen schaffen.
Im kommenden Jahr feiert die LAG ihr 20-jähriges Jubiläum. Das ist ein guter Anlass, auf viele erfolgreiche Projekte zurückzublicken – und sich zugleich dafür einzusetzen, dass auch künftig neue Ideen aus unseren Dörfern eine Chance bekommen.