Saalow - Scheunenwindmühle | zur StartseiteAbendrot Lichterfahrt 2013 | zur StartseiteVerwaltungsgebäude in Klausdorf | zur StartseiteRehagen - Bahnhof | zur StartseiteSperenberg - Dorfbackofen | zur Startseite

News-Ticker

 

Von Kummersdorf bis zum Mond: Curt von Braun erzählt die Geschichte seiner Familie

Am Sonntag war Bürgermeister Tobias Krüger im Historisch-Technischen Museum Kummersdorf beim Vortrag „From Peenemünde to Apollo“ von Dr. Curt von Braun.

Curt von Braun ist selbst promovierter Raketenwissenschaftler und der Neffe von Wernher von Braun. Sein Vater Magnus war Wernhers Bruder. Curt von Braun lebt und arbeitet in den USA und ist extra nach Deutschland gekommen, um die Orte zu sehen, an denen sein Vater und sein Onkel gewirkt haben. Zu seinem Besuch bei uns gehörte auch eine Führung über die Konversionsfläche in Kummersdorf.

Ein großer Teil des Vortrags spielte bei uns in der Gemeinde. 1932 kam der damals 20-jährige Wernher von Braun zur Versuchsstelle Kummersdorf-West. Er hat hier nicht nur geforscht, sondern auch gewohnt. Am Prüfstand II entstand bis 1934 die Grundlage für seine Doktorarbeit, am Prüfstand IV wurde 1936 und 1937 die Rakete A-3 getestet. In Kummersdorf wurde er zum führenden Raketeningenieur des Heeres, und hier begann der Weg, der später nach Peenemünde und bis zur Saturn V führte. Wie die Anlagen damals aussahen, zeigte Curt von Braun mit einer Rekonstruktion auf Grundlage der Forschung von Thomas Breit.

Danach ging es sehr persönlich weiter: über Peenemünde und die Flucht über Bayern in die USA bis zur Arbeit seines Vaters und seines Onkels dort, zum ersten amerikanischen Satelliten Explorer 1 und schließlich zur Mondlandung 1969.

Besonders interessant war der Weg, den diese Forschung genommen hat. Am Anfang stand eine zivile Vision: Schon als 14-Jähriger dachte Wernher von Braun über Raumfahrt nach. Daraus wurde militärische Forschung und Nutzung, und am Ende wieder zivile Forschung, die Menschen bis auf den Mond gebracht hat.

Dieser Gedanke ist heute wieder aktuell. Unter dem Begriff „Dual Use“ geht es darum, dass Forschung und Technik zivil und ebenso für Sicherheit und Verteidigung genutzt werden können. Für die frühere Heeresversuchsstelle in Kummersdorf ist das ein Baustein unter Mehreren. Genauso wichtig sind Forschung und Entwicklung für andere Bereiche, das Museum selbst und der Erhalt der Denkmale auf der Fläche, Gewerbe und erneuerbare Energien. So sieht es auch das aktuelle Entwicklungskonzept, das das Finanzministerium des Landes für die Gesamtfläche erarbeiten ließ.

Die Gemeinden Am Mellensee und Nuthe-Urstromtal wollen darauf aufbauen und weitergehen, damit auf der Fläche tatsächlich etwas entsteht. Bürgermeister Tobias Krüger, zusammen mit Sachgebietsleiter Bauleitplanung Herrn Rau und sein Amtskollege Bürgermeister Stefan Scheddin arbeiten sich seit gut zwei Jahren intensiv in das Thema mit Lösungsoptionen ein. In dieser Zeit gab es zahlreiche Gespräche und Termine mit Ministerien und Behörden, mit Fachleuten und möglichen Partnern.

Heute kennen sie die Heeresversuchsstelle, ihre Geschichte, ihre Eigentumsverhältnisse und ihre Hürden so gut wie kaum jemand sonst. Sie wissen, warum hier 30 Jahre lang nichts vorangegangen ist, und setzen genau dort an. Dabei haben sie starke Partner aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Liegenschaftsentwicklung an ihrer Seite. Zuletzt waren beide im Finanzministerium, im Gespräch mit dem Staatssekretär der Finanzen und dem Staatssekretär für Wirtschaft.

Vielen Dank an Dr. Curt von Braun und an das Team des Museums.

Veranstaltungen

Nächste Veranstaltungen:

02.​11.​2026 - Uhr bis Uhr

 

02.​11.​2026 - Uhr bis Uhr

 

Nützliche Links

RufbusApp

 

 

Logo Märker Am Mellensee

 

 

Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft

 

 

GAG Logo

 

 

Mayors-For-Peace-Logo

Bürgermeister für den Frieden

 

 

 Sozialatlas-TF