Der fehlende Radweg an der Landesstraße L70 zwischen Kummersdorf-Alexanderdorf und Sperenberg zählt zu den am längsten ungelösten und zugleich drängendsten Themen in unserer Gemeinde Am Mellensee. Seit Jahrzehnten setzen sich Bürgerinnen und Bürger, der Ortsbeirat vor Ort und die Gemeindevertretung dafür ein, dass dieser rund 1,3 Kilometer lange Lückenschluss endlich realisiert wird – mit Schreiben, Petitionen, Verkehrszählungen und immer wieder dem Hinweis auf die fehlende Sicherheit gerade für Kinder und Jugendliche auf ihrem Schulweg.
Zuständig für den Bau ist das Land, da es sich um eine Landesstraße handelt. Das bedeutete für uns als Gemeinde aber nicht, die Hände in den Schoß zu legen. Als Bürgermeister habe ich das Thema in direkten Gesprächen mit Verkehrsminister Robert Crumbach wiederholt mit Nachdruck vorgetragen, um die Dringlichkeit deutlich zu machen und an den zuständigen Stellen den notwendigen Druck aufzubauen – sachlich, aber beharrlich.
Diese Gespräche haben nun zu einem greifbaren Ergebnis geführt: Bei einem Fachgespräch mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und dem Landkreis Teltow-Fläming wurde die Notwendigkeit des Radwegs von allen beteiligten Stellen ausdrücklich und einhellig bestätigt. Die Verbindung ist bereits Bestandteil der gemeinsamen Radwegekonzepte. Und erstmals hat der Landesbetrieb einen konkreten zeitlichen Rahmen benannt: Noch in diesem Jahr sollen die Vorplanung vorbereitet beziehungsweise die erforderlichen Planungsleistungen ausgeschrieben werden.
Das ist nach Jahrzehnten des Wartens ein toller Erfolg für unsere Gemeinde – auch wenn uns bewusst ist, dass bis zur Umsetzung noch weitere Schritte folgen müssen. Wir werden diesen Prozess als Gemeinde weiterhin eng begleiten und uns dafür einsetzen, dass aus dem Fahrplan zeitnah konkrete Planungsschritte werden.