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News-Ticker

 

Nach Jahrzehnten des Stillstands: Bahnhofsallee wird ausgebaut

Am Donnerstag, den 24. September 2026, hat Bürgermeister Tobias Krüger gemeinsam mit der Firma WERTWIN und Frau Schieke, Planerin der BEV Ingenieure GmbH Königs Wusterhausen, eine Planungsvereinbarung für den grundhaften Ausbau der Bahnhofsallee (L 791) in Mellensee unterzeichnet. Konkret geht es zunächst um den Abschnitt von der Draisinenstrecke bis zur Anfahrt der Nottekanalbrücke – rund 340 Meter, die im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Wohnpark am Mellensee" liegen. Zuvor hatte er bereits mit dem Landesbetrieb Straßenwesen (LS) eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Damit ist der Startschuss für ein Vorhaben gefallen, das die Gemeinde seit Jahren begleitet.

Dass auch die übrigen Abschnitte der Bahnhofsallee dringend verbesserungswürdig sind, steht außer Frage – sie werden gesondert und zu einem späteren Zeitpunkt angegangen. Zunächst wird der mit Abstand komplizierteste Teil in Angriff genommen, denn kaum ein Thema wurde an den Bürgermeister so häufig herangetragen wie die Frage, wann sich an dieser Straße endlich etwas tut. Sie gilt als eine der schlechtesten Landesstraßen im gesamten Landkreis Teltow-Fläming und hat es deswegen auch schon in die Presse geschafft. Warum trotzdem jahrzehntelang nichts passierte, hatte handfeste Gründe: Auf der kurzen Strecke treffen Denkmalschutz, Regen- und Abwasserführung, die unmittelbare Nähe zum Mellensee, Naturschutzrecht und ein gesetzlich geschützter Alleebaumbestand zusammen – dazu kamen über Jahre fehlende personelle Kapazitäten beim zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen. Schwieriger, was Hinderungsgründe und Einflussfaktoren betrifft, kann ein Projekt in der Gemeinde kaum sein.

Bürgermeister Krüger wollte sich damit nicht abfinden. In über anderthalb Jahren intensiver Gespräche und Abstimmungen hat er sowohl den Landesbetrieb Straßenwesen, als auch die Firma WERTWIN davon überzeugt, dass es so nicht weitergehen kann. WERTWIN ist dabei kein zufälliger Partner: Als Vorhabenträgerin des Bebauungsplans „Wohnpark am Mellensee" auf dem ehemaligen Borsig-Gelände, schließt ihr Plangebiet die Straße mit ein – und hat sich im gesamten Verfahren als äußerst kooperativer Partner gezeigt.


 

Konkret vereinbart wurde ein Vorgehen in kleinen, überschaubaren Planungsschritten: Zunächst verbindlich festgelegt sind die ersten Leistungsphasen der Planung, mit einer Option auf die folgenden Schritte – so wird das finanzielle Risiko für alle Seiten begrenzt.

Wichtig für die Menschen vor Ort: Der Landesbetrieb Straßenwesen hat sich verpflichtet, spätestens zwölf Monate nach Fertigstellung der Ausschreibungsunterlagen mit dem eigentlichen Bau zu beginnen.

Besonders bemerkenswert ist das Ergebnis mit Blick auf den Haushalt: Die Gemeinde befindet sich in der Haushaltssicherung und muss konsolidieren – sie ist schlicht nicht in der Lage, Aufgaben und Ausgaben zu übernehmen, zu denen sie nicht zwingend gesetzlich verpflichtet ist. Der Bürgermeister muss das Haushaltssicherungskonzept gemeinsam mit seiner Kämmerin so aufstellen, dass es bei der Kommunalaufsicht überhaupt genehmigungsfähig ist. Dass es unter diesen engen Vorgaben trotzdem gelungen ist, das Projekt auf den Weg zu bringen – und dabei ausschließlich jenes zu übernehmen, was ohnehin angefallen wäre, nämlich Planung und späteren Bau eines sicheren, gemeinsamen Geh- und Radwegs entlang der neuen Fahrbahn –, macht diesen Erfolg umso größer.

Sein Dank gilt dem Landesbetrieb Straßenwesen für die konstruktive Zusammenarbeit sowie Herrn Stefan Taig von WERTWIN für ihre Bereitschaft, gemeinsam mit der Gemeinde voranzugehen. Ein besonderer Dank geht an seinen Bauamtsleiter Tilo Rönz, der die Verhandlungen über die gesamte Zeit maßgeblich begleitet hat.

Mit den beiden Unterschriften ist der entscheidende erste Schritt getan. Bürgermeister Krüger zeigt sich sichtlich zufrieden: Damit ist es gelungen, ein weiteres der gefühlt unlösbaren, seit Jahrzehnten festgefahrenen Themen der Gemeinde endlich erfolgreich umzusetzen.

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